Hintergrundmusik einschalten
Als Hintergrundmusik läuft der Song „Pavlov's Dog“, KI-generiert von Klaus Reichert.

Pavlov’s Dog ist eine Progressive-Rock-Band aus den USA, die 1972 in St. Louis (Missouri) gegründet wurde. Ihr unverwechselbarer Stil wird vor allem durch die außergewöhnlich hohe Falsettstimme von Sänger David Surkamp geprägt. Charakteristisch für den Klang der Gruppe ist außerdem die gelungene Verbindung klassischer Rockinstrumente wie E-Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboards und Gesang mit orchestralen Elementen. Flöten, Violinen, weitere Streicher sowie das Mellotron sorgen für die melodische Tiefe und verleihen der Musik ihren unverkennbaren, atmosphärischen Charakter.

Ich erstellte 12 Jahre lang, vom Jahr 2001 bis zum Jahr 2013, die offizielle Fanpage der Band Pavlov's Dog im Internet, mit Diskographie, Jukebox, Videos, Webradio und vielem mehr. Diese Website hatte etwa 50 Besucher täglich, so dass ich die Band dazu motivieren konnte, nach langjähriger Pause wieder ein Reunion-Konzert zu geben und danach auch neue Alben zu veröffentlichen. Der Sänger dieser Gruppe David Surkamp hat eine so enorm hohe Stimme, dass man im ersten Moment meint, es singt eine Frau. Die Lieder klingen so traurig und melancholisch, dass das Ganze schon wieder genial wirkt, sich in die Seele einbrennt.

Edwin Landseer – Low Life

Die Redewendung „ein Hundeleben führen“ stammt ursprünglich aus dem Englischen und ist bis heute gebräuchlich. Sie beschreibt ein entbehrungsreiches, mühsames oder erbärmliches Leben. Heutzutage wird der Ausdruck häufig verwendet, um auf ein besonders anstrengendes oder arbeitsreiches Dasein hinzuweisen. Im frühen 19. Jahrhundert traf diese Bezeichnung auf viele Hunde jedoch im wörtlichen Sinn zu.

Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist das Gemälde „Low Life“, das Sir Edwin Henry Landseer (1802–1873) im Jahr 1829 schuf. Es bildet das Gegenstück zu seinem Werk „High Life“. Beide Bilder stellen mithilfe zweier Hunde die gegensätzlichen Lebenswelten der damaligen Gesellschaft dar.

Das mit 45,7 × 35,2 cm vergleichsweise kleine Gemälde zeigt den Eingang eines steinernen Hauses. Auf einer verwitterten Steintreppe sitzt ein weiß-brauner Terrier, dessen Körper deutliche Narben und Verletzungen erkennen lässt. Es handelt sich um einen vom Krieg gezeichneten Hund, der treu die Kleidung seines Besitzers bewacht.

Landseer war für seine naturgetreue und detailreiche Malweise bekannt. Zahlreiche Gegenstände im Bild geben Hinweise auf die soziale Herkunft des Hundehalters. Dazu zählen ein Bierkrug auf dem Boden, eine Tonpfeife sowie eine an einem Haken hängende Peitsche und ein Schlüssel. Diese Objekte deuten bereits auf einfache Lebensverhältnisse hin.

Weitere Bilddetails lassen auch den Beruf des Besitzers erkennen. Hinter dem Terrier befindet sich ein stark abgenutzter Metzgerblock aus Holz. Darauf liegen ein Messer und ein schwarzer Zylinder, während im Hintergrund eine Flasche zu sehen ist. Rechts daneben stehen stark getragene Stiefel auf dem Boden.

Der Terrier verkörpert stellvertretend seinen Besitzer und symbolisiert die harte, von Arbeit geprägte Lebenswelt der einfachen englischen Arbeiterklasse. Damit steht er in bewusstem Gegensatz zum edlen Hirschhund im Gemälde „High Life“, der für Wohlstand, Bildung und die vornehme Lebensweise der Oberschicht steht.

Bildangaben:
Low Life – Öl auf Holz, 1829, 45,7 × 35,2 cm, Tate, London.
High Life – Öl auf Holz, 1829, 45,7 × 34,9 cm, Tate, London.